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Alexander BorodinIn the Steppes of Central Asia Sergej Prokofjew Violinkonzert Nr. 2 in g-Moll op. 63 Antonín Dvorák Sinfonie Nr. 8 in G-Dur op. 88 DirigentTugan Sokhiev / ViolineViktoria Mullova
Santiago de Compostela – Grafenegg
Die Sommertournee des MCO nach Santiago de Compostela und Grafenegg bietet ein komplett slawisches Programm unter der Leitung von Tugan Sokhiev: Alexander Borodins In the Steppes of Central Asia, Sergej Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 und Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 8.
Tugan Sokhiev arbeitete das erste Mal 2004 mit dem Orchester bei einer Aufführung von Prokofjews Die Liebe zu den Drei Orangen, die später auf DVD erschien, zusammen. Als einer der jungen aufstrebenden Stars unter den Dirigenten, fungiert Sokhiev derzeit als musikalischer Direktor des Orchestre National de Toulouse.
Die Solistin für Prokofjews Werk ist die russische Geigerin Viktoria Mullova, deren außergewöhnliche Begabung internationale Aufmerksamkeit erregte, als sie 1980 den 1. Preis beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki sowie 1982 die Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb gewann. Seither musizierte sie mit den besten Orchestern und Dirigenten der Welt und trat bei allen großen internationalen Festivals auf. Weltweit ist sie für ihre außerordentliche Vielseitigkeit und musikalische Integrität bekannt. Ihr Interesse gilt der ganzen Bandbreite von barocker und klassischer Musik bis hin zu aktuellen zeitgenössischen Entwicklungen und der Kunst der Improvisation.
Das Programm der Tournee legt den Fokus auf drei Werke einer relativ kurzen Zeitspanne: 1880-1935. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich die Komposition klassischer Musik im deutschsprachigen Raum; in der zweiten Jahrhunderthälfte jedoch begann sich dieses künstlerische Schaffen auf ganz Europa auszuweiten. Viele Komponisten versuchten ihrer Musik einen speziellen, landestypischen Charakter zu verleihen, indem sie Volkslieder, Balladen und Legenden aufgriffen. Der russische Komponist Alexander Borodin, hauptberuflich Chemiker und Hobbykomponist, strebte in seiner sinfonischen Dichtung von 1880 die musikalische Darstellung der Reise einer Karawane durch die Steppe an; als Hilfsmittel dienten ihm charakteristische Melodien und Lieder der zentralasiatischen Karawanen und ihre russischen Garde.
Sergej Prokofjew war ebenfalls Russe und obgleich er mit seinem zweiten Violinkonzert von 1935 keine Geschichte erzählte, griff er ebenfalls typische Volksmelodien auf. Im dritten Satz überrascht er den Zuhörer mit Kastagnetten und dem damit einhergehenden musikalischen Ausflug in die spanische Folklore.
Antonín Dvorák schließlich wird durch sein Musikschaffen häufig die Entwicklung einer unverwechselbaren nationalen Identität zugeschrieben. Gleichwohl er in seiner 8. Sinfonie nicht direkt Volksmelodien zitiert, ist dieses Werk – wie viele andere aus seiner Feder – in einem chakateristisch böhmischen Idiom komponiert.
Erstes Ziel ist Santiago de Compostela. Bereits drei Mal spielte das MCO in der spanischen Stadt, bekannt als letzte Station auf dem Jakobsweg, auch Camino de Santiago genannt. Die Stadt ist das ersehnte Ziel vieler tausend Pilger, welche von den Pyrenäen aufbrechen, um nach rund 800 km in der Kathedrale von Santiago die angeblich letzte Ruhestätte des heiligen Jakobus zu erreichen. Als Hauptstadt der unabhängigen spanischen Provinz Galicien, liegt Santiago de Compostela in der nordwestlichen Ecke des Landes und bietet neben seiner atemberaubenden Kathedrale und malerischen Altstadt auch eine hervorragende Küche.
Die zweite Station der Tour ist die österreichische Stadt Grafenegg, wo das Programm des MCO als Teil des jährlich im Sommer stattfindenden Musikfestivals Grafenegg erklingt. Die Aufführung wird im Wolkenturm stattfinden, der 2007 eröffneten Open Air-Bühne des Musik-Festivals Grafenegg. Der Wolkenturm zeichnet sich durch seine spektakuläre und eindrucksvolle Architektur aus. Doch trotz der ambitionierten Bauweise fügt er sich harmonisch in seine Umgebung ein, die aus einem historischen Landschaftsgarten sowie dem berühmten Schloss Grafenegg besteht. Der Wolkenturm ist nicht nur eine akustisch hervorragende Open Air-Bühne, sondern fungiert zugleich auch als klassischer Gartenpavillon, der den Landschaftsgarten strukturiert. Das Zusammenspiel von historischem Schloss, Landschaftsgarten und moderner Architektur macht das besondere Ambiente des Musik-Festivals Grafenegg aus, das seinen Zuhörern beste Voraussetzungen für außergewöhnliche Konzerterlebnisse bietet.
Speichern Sie diesen Termin in Ihrem Kalender: 22.07.2010