Fazil Say
06 Sep / Mon    21:00
Auditorium Palacongressi
Rimini / Sagra Musicale Malatestiana Rimini / tel +39 541 241 52 / biglietteriateatro@comune.rimini.it / www.sagramusicalemalatestiana.it

Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll op. 37
Fazil Say
Silk Road
Periklis Koukos
In Memoriam
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 in A-Dur op. 92
Dirigent Constantinos Carydis / Klavier Fazil Say


MCO-Debüt in Rimini

Nach der Saisoneröffnung an der Kölner Philharmonie geht es für das Orchester weiter an die Adria, wo es in Rimini bei Sagra Musicale Malatestiana sein Debüt gibt. Das MCO wiederholt ein Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven, Fazil Say und Periklis Koukos, das seine Premiere beim Athen Festival im Juli 2010 hat. Der Abend wird geleitet von Constantinos Carydis, Solist ist der Pianist und Komponist Fazil Say. Das Konzertprogramm widmet sich europäischer Klassik (Beethovens Klavierkonzert Nr. 3  c Moll und seine Sinfonie Nr. 7 A Dur) und zeitgenössischer Musik (Fazil Says Silk Road sowie Periklis Koukos‘ In Memoriam).

Sagra Malatestiana wurde 1950 gegründet, ist somit einer der ältesten Konzertveranstalter in Italien, und feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Von Anfang an wurden renommierte Größen des internationalen Musiklebens nach Rimini eingeladen; in diesem Jahr treten neben dem MCO unter anderem das Orchester der Bayerischen Staatsoper, das Gewandhausorchester Leipzig und das Orchestra Filarmonica della Scala auf. Das Programm vereint Sinfoniekonzerte, Barockprogramme und Jazzkonzerte, einen Schwerpunkt bildet ein vor einigen Jahren begonnene Bachzyklus. Die Konzerte finden an verschiedenen Orten der Stadt statt. Bespielt werden Theater, Kirchen, Museen und das Kongresszentrum von Rimini.

Beethovens 3. Klavierkonzert wurde im April 1803 in Wien uraufgeführt. Er nimmt darin Impulse Mozarts auf, geht kompositorisch jedoch einige Schritte weiter: Das Klavier wird dem Orchester als gleichberechtigter Dialogpartner gegenübergestellt, die Instrumentengruppen werden in den einzelnen Sätzen differenziert unterschiedlich behandelt, schließlich wechselt er am Ende des letzten Satzes auf dramatische Weise die Tonart. Genau zehn Jahre später dirigierte Beethoven zum ersten Mal seine Sinfonie Nr. 7 A-Dur. Als Sinfoniker hatte er längst neue Maßstäbe gesetzt, in der siebten Sinfonie setzte er in erster Linie fort, was er in der sechsten bereits angelegt hatte. Neu ist die Stärke des subjektiven Ausdrucks, die Vehemenz, mit der Beethoven ein „Sinfonisches Ich“ (vergleichbar dem „Lyrischen Ich“ in der Literatur) formulierte.

Fazil Say ist künstlerisch auf beiden Seiten des Bosporus beheimatet, er trägt die Traditionen europäischer Klassik in die Türkei und macht die Musik seiner Heimat in ihrer ganzen Vielfalt weltweit bekannt. Sein Konzert für Klavier und Kammerorchester Silk Road nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise entlang der Seidenstraße, der legendären Handelsachse zwischen China und Europa. Die vier durch einen chinesischen Gong miteinander verbundenen Sätze (gleichsam Stationen einer Karawane) erzählen von der Philosophie Tibets, den Tänzen Indiens, dem konfliktbesetzten Aufeinandertreffen unterschiedlicher Religionen in Mesopotamien, bis das Stück schließlich im letzten Satz in Says Heimat Anatolien, der „Mutter der Erde“, endet. Die Musik zitiert ausgiebig die musikalischen Traditionen der Reisestationen, indische Tänze sind ebenso eingeflossen wie arabische Folklore und anatolische Lieder.

Periklis Koukos zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Griechenlands und spielt auch als künstlerischer Leiter des Nationalkonservatoriums eine herausragende Rolle im griechischen Musikleben. Sein Werkkatalog umfasst Opern, Theatermusiken, Orchesterwerke und Kammermusik.

05 SEP / SON 18:00 / PHILHARMONIE KÖLN >>MORE



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06.09.2010
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