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Robert SchumannRequiem für Mignon op. 98b / Sinfonie Nr. 4 op. 120 in d-Moll / Nachtlied op. 108 / Manfred op. 115 DirigentSir John Eliot Gardiner / Chor The Monteverdi Choir / Sprecher Gert Voss
Mit Sir John Eliot Gardiner und seinem sensationellen Monteverdi Choir debütiert das MCO auf den Kanarischen Inseln. Die beiden Konzerte in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmasfinden im Rahmen des Festival de Musica de Canarias statt und stehen in der Mitte einer größeren Tour: Einstudiert und erstmals zur Aufführung gebracht wird das Programm in der MCO-Residenz Ferrara. Die letzten zwei Konzerte der Tour führen das MCO auf das spanische Festland, nach Barcelona und Madrid.
Seit Jahren war es ein großer Wunsch des Orchesters, mit dem britischen Dirigenten Sir John Eliot Gardiner zusammenzuarbeiten. Dass das Programm dieses ersten gemeinsamen Projektes aus Chor- und Orchesterwerken von Schumann besteht, ist ein absoluter Glücksfall: Gardiner gehört zu den wichtigsten und verdientesten Schumann-Kennern und -Interpreten überhaupt. Durch seine CD-Einspielungen, die auf einer wissenschaftlich abgestützten, notengetreuen Herangehensweise an Schumanns Partituren basieren und Originalinstrumente verwenden, veränderte und prägte er unser Schumann-Bild grundlegend. Im Repertoire für Chor und Orchester setzte Gardiner die Maßstäbe gemeinsam mit seinem Monteverdi Choir, mit dem er seit nunmehr bald 50 Jahren arbeitet.
Hauptwerk des Abends ist Schumanns Schauspielmusik zu Lord Byrons Manfred. Als Sprecher konnte Gert Voss gewonnen werden, einer der ganz großen Deutschen Schauspieler und Star des Burgtheaters in Wien. Eigens für diese Tour hat MCO-Cellist Philipp von Steinaecker in seiner Funktion als Assistent von Sir John Eliot Gardiner und in Zusammenarbeit mit Gardiner und Gert Voss die Textfassung gekürzt, da die originale Länge von nahezu zwei Stunden den Rahmen des Konzertes gesprengt hätte. Der Text ist nun so eingerichtet, dass in jeder Szene nur zwei Personen aufeinandertreffen, die Gert Voss jeweils beide spielt. Byrons Technik, Manfred in jeder Szene mit einer anderen Person zusammentreffen zu lassen und so seine Persönlichkeit aus vielen verschiedenen Winkeln zu beleuchten, wird dadurch unterstützt und gewinnt an Stringenz.
Bei der Aufgabe, den Text um mehr als die Hälfte zu kürzen, war es Philipp von Steinaecker ein zentrales Anliegen, den originalen Ablauf der Szenen beizubehalten, um die Dramaturgie der Musikstücke nicht zu verändern. Auch ist jedes Wort originaler Byron - es wurde nichts hinzu- oder umgedichtet. In den Melodramen sowie vor und nach den Musiknummern blieb der Text immer genau so, wie Schumann es vorschreibt, so dass die Musik stets auf die Worte reagiert, die Schumann bei der Komposition inspirierten. Sämtliche Texte werden in deutscher Sprache gesprochen und gesungen, mit Übertiteln in der jeweiligen Landessprache.
Weiter stehen die Sinfonie Nr. 4 sowie die selten zu hörenden Chorwerke Requiem für Mignon und Nachtlied auf dem Programm. Die Solopartien werden von den hervorragenden Sängern des Monteverdi Choir übernommen.
Speichern Sie diesen Termin in Ihrem Kalender: 10.02.2012