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Robert SchumannRequiem für Mignon op. 98b / Sinfonie Nr. 4 op. 120 in d-Moll / Nachtlied op. 108 / Manfred op. 115 DirigentSir John Eliot Gardiner / Chor The Monteverdi Choir / Sprecher Gert Voss
Mit Sir John Eliot Gardiner und seinem sensationellen, 1964 gegründeten Monteverdi Choir tritt das MCO im Palau Música Catalana in Barcelona auf. Das Konzert ist Teil einer größeren Tour, die das MCO ausgehend von seiner Residenz in Ferraraerstmals auf die Kanarischen Inseln nach Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas, und im Anschluss daran für zwei weitere Konzerte auf das spanische Festland nach Barcelona und Madrid führt. In Barcelona gastiert das MCO während zwei Tagen. Dies gibt den Mahler Chamber Soloists die Gelegenheit, ein Clubkonzert zu spielen, und im Rahmen seiner Education-Aktivitäten führt das MCO die Zusammenarbeit mit dem Jugendorchester Jove Orquestra Nacional de Catalunya (JONC) fort.
Seit Jahren war es ein großer Wunsch des Orchesters, mit dem britischen Dirigenten Sir John Eliot Gardiner zusammenzuarbeiten. Dass das Programm dieses ersten gemeinsamen Projektes aus Chor- und Orchesterwerken von Schumann besteht, ist ein absoluter Glücksfall: Gardiner gehört zu den wichtigsten und verdientesten Schumann-Kennern und -Interpreten überhaupt. Durch seine CD-Einspielungen, die auf einer wissenschaftlich abgestützten, notengetreuen Herangehensweise an Schumanns Partituren basieren und Originalinstrumente verwenden, veränderte und prägte er unser Schumann-Bild grundlegend. Im Repertoire für Chor und Orchester setzte Gardiner die Maßstäbe gemeinsam mit seinem Monteverdi Choir, mit dem er seit nunmehr bald 50 Jahren arbeitet.
Hauptwerk des Abends ist Schumanns Schauspielmusik zu Lord Byrons Manfred. Als Sprecher konnte Gert Voss gewonnen werden, einer der ganz großen Deutschen Schauspieler und Star des Burgtheaters in Wien. Eigens für diese Tour hat MCO-Cellist Philipp von Steinaecker in seiner Funktion als Assistent von Sir John Eliot Gardiner und in Zusammenarbeit mit Gardiner und Gert Voss die Textfassung gekürzt, da die originale Länge von nahezu zwei Stunden den Rahmen des Konzertes gesprengt hätte. Der Text ist nun so eingerichtet, dass in jeder Szene nur zwei Personen aufeinandertreffen, die Gert Voss jeweils beide spielt. Byrons Technik, Manfred in jeder Szene mit einer anderen Person zusammentreffen zu lassen und so seine Persönlichkeit aus vielen verschiedenen Winkeln zu beleuchten, wird dadurch unterstützt und gewinnt an Stringenz.
Bei der Aufgabe, den Text um mehr als die Hälfte zu kürzen, war es Philipp von Steinaecker ein zentrales Anliegen, den originalen Ablauf der Szenen beizubehalten, um die Dramaturgie der Musikstücke nicht zu verändern. Auch ist jedes Wort originaler Byron - es wurde nichts hinzu- oder umgedichtet. In den Melodramen sowie vor und nach den Musiknummern blieb der Text immer genau so, wie Schumann es vorschreibt, so dass die Musik stets auf die Worte reagiert, die Schumann bei der Komposition inspirierten. Sämtliche Texte werden in deutscher Sprache gesprochen und gesungen, mit Übertiteln in der jeweiligen Landessprache.
Weiter stehen die Sinfonie Nr. 4 sowie die selten zu hörenden Chorwerke Requiem für Mignon und Nachtlied auf dem Programm. Die Solopartien werden von den hervorragenden Sängern des Monteverdi Choir übernommen.
Speichern Sie diesen Termin in Ihrem Kalender: 13.02.2012