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Konzert   Oper   
Osaka (Photos: Osaka Convention & Tourism Bureau / JNTO)
11 Jun / Sam    15:00
The Symphony Hall
Osaka / The Symphony Hall / tel +81 06 6453 6000 / / www.asahi.co.jp/symphony/about

Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 in c-Moll op. 68
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90
Dirigent Daniel Harding


Das MCO ist mit den Sinfonien von Johannes Brahms bestens vertraut, alle vier hat es oft und sehr erfolgreich zur Aufführung gebracht. Nun sind das Orchester und sein Principal Conductor Daniel Harding erstmals mit dem Gesamtzyklus in Europa und Asien unterwegs.

Zwischen Johannes Brahms und den Musikerinnen und Musikern des MCO gibt es einen ganz zentralen Berührungspunkt: Die Kammermusik. Brahms war als Pianist ein leidenschaftlicher Kammermusiker, und in seinem kompositorischen Gesamtwerk nimmt diese Gattung einen großen Platz ein. Aber das ist noch nicht alles: Auch Brahms’ Sinfonien sind in ihrem Kern Kammermusik. Nichts ist nebensächlich, jede einzelne Stimme zählt, und die Themen und Motive sind aufs Engste miteinander verflochten. So hält es auch das MCO, das die Kammermusik ja sogar im Namen trägt. Was den kammermusikalischen Musizierstil ausmacht – aufeinander zu hören, aufeinander zu reagieren und Verantwortung zu übernehmen – wird in diesem Orchester auch dann gelebt, wenn große Sinfonien auf dem Programm stehen, sodass die kammermusikalische Faktur besonders gut zur Geltung kommt, und oft jede einzelne Stimme genau gehört werden kann.

„Eine Wohltat, endlich einmal jede einzelne auch noch so kleine Holzbläserstimme quasi durch die Lupe hören zu dürfen und dadurch einen völlig neuen Brahms zu erleben“, schrieb die Wiener Zeitung 2009 nach einer Aufführung des MCO von Brahms´ Erster Sinfonie.

Sinfonie Nr. 1
„Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinen zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört“, klagte Brahms seinem Freund, dem Dirigenten Hermann Levi, in einem Brief. Der äußerst selbstkritische Komponist hatte die neun Sinfonien von Beethoven stets als übermächtiges Vorbild empfunden. Erst in seinem 43. Lebensjahr gelang es Brahms – nach mehreren abgebrochenen Versuchen und nach fast fünfzehnjähriger Arbeit an diesem Werk – seine erste Sinfonie fertig zu stellen. Sie ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Beethoven, was sich nicht nur in Orchesterbesetzung, zeitlicher Dimension, oder der Wahl der von Beethoven besonders gerne verwendeten Tonart c-Moll zeigt, sondern auch in thematischen Anlehnungen. Wie Beethovens c-Moll-Sinfonie (Nr. 5) folgt Brahms’ Erste der Idee „Vom Dunkel ins Licht.“ Die Uraufführung in Karlsruhe war ein Erfolg, und nur wenige Wochen später wurde das Werk in Wien gefeiert.

Sinfonie Nr. 3
Die dritte Sinfonie in F-Dur ist von kraftvoller Energie bestimmt. Charakteristisch für die gesamte Sinfonie ist ihr Schwanken zwischen Dur und Moll. Zu den frühen Bewunderern des Werks gehörte der Komponist Antonín Dvorák: „Es ist eine Stimmung darin, wie man sie bei Brahms nicht oft findet!“, schrieb er an seinen Verleger Fritz Simrock: „Welch herrliche Melodien sind da zu finden! Es ist lauter Liebe und das Herz geht einem dabei auf.“

Fülle wechselnder Seelenlandschaften - Brahms-Zyklus in der Philharmonie Essen



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11.06.2011