SØREN NILS EICHBERGEndorphin - Concerto Grosso für Streichquartett und Orchester (Uraufführung, Auftragswerk des MCO) Ludwig van BeethovenKreutzer Sonate, arr. von Richard Tognetti / Sinfonie Nr. 1 in C-Dur op. 21 Leitung und Violine Kolja Blacher
Im Süddeutschen Landshut fand 1997 das erste MCO-Konzert überhaupt statt. Seither kehrt das Orchester jedes Jahr um die Weihnachtszeit hierher zurück und bringt im Rathausprunksaal - einem der schönsten Gebäude der von mittelalterlicher Architektur geprägten Stadt - kleine, feine Programme zur Aufführung. Im Anschluss an dieses Konzert wird das Programm weitere zwei Male gespielt: Zuerst in Neumarkt, danach in Viersen. In Neumarkt ist das MCO ebenfalls regelmäßig zu hören. Der Verein der Neumarkter Konzertfreunde lädt das Orchester alle zwei Jahre in seinen akustisch hervorragenden Saal ein, in den historischen Reitstadel. Hier wird das Programm dieses Jahr auch für Rundfunk und CD aufgezeichnet. Das letzte Konzert der Tour findet in Viersen statt, wo das MCO zum ersten Mal auftritt. Die kleine Stadt liegt im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) in der Nähe von Düsseldorf. Das MCO ist seit 2009 NRW-Residenzorchester.
Im Zentrum des Konzertes steht die Uraufführung von Søren Nils Eichbergs Endorphin - Concerto Grosso für Streichquartett und Kammerorchester, die das Orchester dank der Unterstützung durch die MCO-Stiftung selbst in Auftrag gegeben hat. Eichberg wurde 1973 in Stuttgart geboren, wuchs in Dänemark auf und lebt und arbeitet heute in Berlin. Er studierte zunächst Klavier und Dirigieren, jedoch gelang ihm der Durchbruch als Komponist, als ihm 2001 der erste Preis des Internationalen Königin-Elisabeth-Kompositionswettbewerbs in Brüssel zugeteilt wurde. Seither hat er sich als einer der markantesten Komponisten seiner Generation profilieren können. Seine Werke wurden in ganz Europa, in den USA, China, Japan und Südkorea sowie in Australien aufgeführt und europaweit und in den USA im Rundfunk ausgestrahlt.
Søren Nils Eichberg folgte der Vorgabe des MCO, ein Orchesterwerk in der Tradition der Konzerte für Orchester zu schreiben: Gewünscht war ein Werk, das die verschiedenen Instrumentengruppen und Orchestersolisten hervortreten lässt und damit die kammermusikalischen Qualitäten des Orchesters fordert. Das MCO und die MCO-Stiftung möchten in Zukunft weitere Kompositionsaufträge vergeben, die diesem Anspruch folgen.
Auf dem Programm stehen außerdem Beethovens Sinfonie Nr. 1 sowie die berühmte "Kreutzersonate" in der selten zu hörenden Bearbeitung für Violine und Streichorchester von Richard Tognetti. Kolja Blacher spielt Violine solo und leitet das Orchester vom Konzertmeisterpult aus. Das MCO arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig mit Kolja Blacher zusammen, im vergangenen Sommer erschien die gemeinsame Aufnahme von Schumanns Violinkonzert.