Geboren in Oxford, begann Daniel Harding seine Karriere als Assistent von Sir Simon Rattle beim City of Birmingham Symphony Orchestra, bei dem er 1994 als Dirigent debütierte. Es folgte eine Stelle als Assistent von Claudio Abbado bei den Berliner Philharmonikern, mit denen er bei den Berliner Festwochen 1996 seinen Einstand gab.
Daniel Harding ist Principal Guest Conductor des London Symphony Orchestra, Music Director des Radio-Sinfonieorchester Stockholm, Principal Conductor des Mahler Chamber Orchestra und Artistic Partner des New Japan Philharmonic Orchestra. Er leitete als Principal Conductor das Trondheim Symfoniorkester in Norwegen (1997-2000), war Principal Guest Conductor des Norrköpings Symfoniorkester (1997-2003) und dirigierte als Musikalischer Direktor die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (1997-2003).
Daniel Harding tritt regelmäßig mit der Staatskapelle Dresden, den Wiener Philharmonikern (die er beide bei den Salzburger Festspielen dirigierte), dem Royal Concertgebouworkest, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Leipziger Gewandhausorchester und dem Orchestra Filarmonica della Scala auf. Weitere Gastdirigate fanden bei den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre National de Lyon, dem Oslo Filharmonien, dem London Philharmonic Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und dem Orchestre des Champs-Elysées statt. Amerikanische Orchester, mit denen er bereits arbeitete sind unter anderen das Philadelphia Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra und das Chicago Sinfonieorchester.
2005 eröffnete Daniel Harding in einem triumphalen Debüt mit Mozarts Idomeneo die Saison an der Mailänder Scala, an die er 2007 mit Salome zurückkehrte. 2008 dirigierte er dort eine Doppelvorstellung von Herzog Blaubarts Burg und Il prigioniero. Als Operndirigent führte er The Turn of the Screw und Wozzeck am Royal Opera House Covent Garden auf sowie Wozzeck am Theater an der Wien, und Don Giovanni und Le nozze di Figaro bei den Salzburger Festspielen zusammen mit den Wiener Philharmonikern. Dem Festival in Aix-en-Provence eng verbunden, dirigierte er die dortigen Neuproduktionen von Così fan tutte, inszeniert von Patrice Chéreau, Don Giovanni, inszeniert von Peter Brook, The Turn of the Screw inszeniert von Luc Bondy, La traviata, inszeniert von Peter Mussbach, Eugene Onegin, inszeniert von Irina Brook, und, zuletzt, Le nozze di Figaro, inszeniert von Vincent Boussard. Weitere Gastverpflichtungen umfassen die Aufführung der Zauberflöte in Wien und der Entführung aus dem Serail an der Bayerischen Staatsoper in München. Zukünftige Verpflichtungen führen ihn unter Anderen mit Otello ans Festspielhaus Baden-Baden sowie mit Cavalleria Rusticana und I Pagliacci an die Mailänder Scala.
Daniel Harding hat einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon. Seine erste Aufnahme für das Label, die Sinfonie Nr. 10 von Gustav Mahler zusammen mit den Wiener Philharmonikern, erschien 2008 und stieß bei der Presse auf begeisterten Zuspruch. Zuvor war Daniel Harding bei Virgin/EMI unter Vertrag, wo er unter anderem die folgenden Aufnahmen veröffentlichte: Mahlers Sinfonie Nr. 4 mit dem Mahler Chamber Orchestra; die Sinfonien Nr. 3 und 4 von Brahms mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen; Billy Budd mit dem London Symphony Orchestra (Grammy Award für Beste Operneinspielung); Mozarts Don Giovanni und Brittens The Turn of the Screw (mit einem Choc de l'Année 2002, dem Grand Prix de l'Académie Charles Cros und einem Gramophone Award ausgezeichnet) beide zusammen mit dem Mahler Chamber Orchestra; Werke von Lutoslawski mit Solveig Kringelborn und dem Norske Kammerorkester sowie Werke von Britten mit Ian Bostridge und dem Britten Sinfonia (mit einem Choc de l'Année 1998 ausgezeichnet).
Im Jahre 2002 wurde ihm von der französischen Regierung der Titel Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres verliehen.
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