Geboren 1960, begann George Benjamin mit sieben Jahren Klavier zu spielen und kurz darauf zu komponieren. 1976 nahm er sein Studium am Conservatoire de Paris bei Olivier Messiaen und Ywonne Loriod auf, anschließend arbeitete er mit Alexander Goehr am King’s College Cambridge.
Als er gerade zwanzig Jahre alt war, wurde seine erste Orchesterkomposition, Ringed by the flat horizon, bei den BBC Proms uraufgeführt; seitdem stehen seine Kompositionen weltweit regelmäßig auf den Spielplänen der Konzertsäle. In den letzten Jahren kam es zu großen Gesamtschauen auf sein Werk, unter anderem in London, Tokio, Brüssel, Berlin, Straßburg und in Madrid. Mittelpunkt des Festival d’Automne in Paris war 2006 seine Oper Into the Little Hill, Resultat einer Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Martin Crimp. Die Produktion tourt seit ihrer Premiere dies- und jenseits des Atlantik, für die Londoner Premiere am Royal Opera House im Februar 2009 wurde das Stück von der Opera Group und der London Sinfonietta neu produziert. Seine jüngste Arbeit, Duett für Klavier und Orchester, wurde 2008 von Roche für das LUCERNE FESTIVAL in Auftrag gegeben und durch Pierre-Laurent Aimard und das Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Moest uraufgeführt.
George Benjamin dirigiert regelmäßig die renommiertesten Ensembles und Orchester. Während der letzen beiden Jahre war er unter anderem mit der London Sinfonietta, dem Ensemble Modern, BBCSO, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Berliner Philharmonikern und dem Concertgebouworkest Amsterdam zu erleben. 1999 gab er mit Pelléas et Mélisande in Brüssel sein Operndebüt, zudem dirigierte er eine bemerkenswerte Zahl an Uraufführungen, unter anderem Werke von Rihm, Chin, Grisey und Ligeti. 2008 leitete er Konzerte in London, Glasgow, Paris, Frankfurt, Köln, Luzern und Mailand.
George Benjamin war Mitbegründer des South Bank’s Meltdown Festival, und künstlerischer Berater der BBC-Retrospektive Sounding the Century über die Musik des 20. Jahrhunderts. Seit 2001 ist er Professor der Komposition am King’s College. Er wurde zum Chevalier dans l'ordre des Arts et Lettres ernannt, ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste, und erhielt 2002 den ersten Schönberg Preis für Komposition des Deutschen Symphonie-Orchesters.