Was begeistert dich am MCO? Mich begeistern die Dynamik und die Neugier des Orchesters und die Selbstverständlichkeit, mit der die Musiker durch die Welt reisen. Je nach musikalischem Programm erscheint dabei jeder Ort in einem anderen Klang. Mit Brahms und Mahler, Tokio zu entdecken, ist schon ziemlich faszinierend.
Welchen Moment mit dem Orchester wirst Du nie vergessen? Eine Konzertreise mit einem Kammermusik-Ensemble des MCO nach Indien im Januar 2012. Der Tournee gingen einige schlaflose Nächte voraus. Noch zwei Monate vorher wussten wir nicht, ob wir die Reise würden antreten können. Es war ein Lehrgang in interkultureller Kommunikation und am Ende wurden wir für unsere Ausdauer belohnt. Es war eine fantastische Tournee. Das erste Musikstück, in das du dich verliebt hast: Brahms 1. Sinfonie mit Daniel Harding in Tokio im Juni 2011. Ein halbes Jahr später hab ich mich ein zweites Mal verliebt. Brahms Klarinettenquintett auf unserer Indien-Tournee – unfassbar gut! Oh anscheinend bin ich ein Brahms-Fan.
Deine CDs für die Einsame Insel? Einsame Insel? Oh da lässt sich vielleicht ein interessantes Konzertformat umsetzen. Wir sind ja immer offen für neue Ideen.
Wann und wo warst du zum ersten Mal in einem Konzert des MCO? Konzerthaus Dortmund im März 2011. Berlioz, Chopin, Kurtág und Schumann.
BIOGRAPHIE Friso van Daalen arbeitet seit Februar 2011 für das MCO. In seiner Funktion als Development Manager ist er zuständig für die Konzeptionierung von Sponsoring-Partnerschaften und die Betreuung der Sponsoren auf den weltweiten Konzerten des MCO.
Friso hat Soziologie in Bielefeld studiert und sich dabei insbesondere mit der Organisation von Kulturinstitutionen befasst. Seine Leidenschaft für Musik führte ihn während des Studiums zu einem Berliner Independent Label, wo er als Praktikant erste Erfahrungen im Marketing und der Produktion von Electronic/Independent Musik machte. Nach Abschluss seines Studiums in Bielefeld kehrte Friso in die Hauptstadt zurück. Hier hat er zunächst als Praktikant und später als Vertretung der Büroleitung der Development Abteilung der Staatsoper Unter den Linden die Sponsoring-Aktivitäten des Opernhauses übernommen. Seinen Weg zum MCO versteht er als nicht vorhersehbare aber glückliche Fügung. Er ist sich sicher: Es kann keinen Ort geben, an dem klassische Musik mit derselben Leidenschaft, Intensität und der Energie erlebbar wird, wie im MCO.