Maggie Coe ist seit 2001 beim MCO. Sie begann als Praktikantin, wurde anschließend als Assistentin der Produktion übernommen und ist heute als Projekt Managerin verantwortlich eingebunden in alle organisatorische Belange, die dazu beitragen, die Projekte des MCO in die Welt hinauszutragen.
Maggie wuchs mit klassischer Musik auf: sie hörte sie im Radio, spielte sie sowohl auf der Trompete als auch auf dem Klavier, und sang sie in den verschiedenen Chören ihrer Heimatstadt Boston. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Collegestudium der Literaturwissenschaft, zog es sie nach Berlin. Mit dürftigen Deutschkenntnissen und einer nur vagen Vorstellung darüber, was das Schicksal für sie bereit halten könnte, tauchte sie im MCO-Büro (das damals nur vier Mitarbeiter zählte) auf, und wurde sofort beauftragt, Orchesterstimmen für große Opern zu verschicken, darunter Pelleas et Melisande, Fidelio und Wozzeck. Seitdem hat ihre Tätigkeit erheblich an Verantwortung und Interesse gewonnen: von komplexer Transportorganisation von Berlin über Luzern nach New York bis zum Austüfteln der optimalen Reiseroute für 50 Musiker von Ludwighafen nach Neapel innerhalb eines Zeitraumes von fünf Stunden. Fast schon nebenbei absolviert Maggie auch noch ein Literaturwissenschaftsstudium an der Humboldt-Universität in Berlin.
Was Maggie am MCO fasziniert? Zu sehen, wie es sich bei jedem Projekt wieder neu erfindet. Stets dasselbe Gebilde, erscheint es jedes Mal etwas anders. Nicht nur wechseln Programm und Dirigent, sondern auch die Akustik der verschiedenen Konzerthallen, das Stadtbild, das Licht im Hotelzimmer, das Essen in der Kantine, die Sprache im Publikum. All diese Veränderungen lassen die Musik flexibel und frisch bleiben. Was noch? Das MCO hat Maggie, die seit Jahren fernab von zuhause lebt, geholfen, eine neue Vorstellung von Heimat und zu Hause zu entwickeln. Vor allem aber: das MCO ist so ein verdammt gutes Orchester!