Zu den Zukunftsprojekten der Schweizer Sopranistin Rachel Harnisch zählen 2009 Händels „Messias“ in Bern und Bachs „Weihnachts-oratorium“ in Kopenhagen. 2010 wird sie u.a. in Bern ihr Partiedebüt als ‚Blanche‘ („Les Dialogues des Carmélites“) geben, in Toulouse als ‚Pamina‘ und in Antwerpen als ‚Clémence‘ („L’amour de loin“) zu hören sein, beim Lucerne Festival ist sie die ‚Marzelline‘ in konzertanten Aufführungen „Fidelio“ unter Claudio Abbado, in Florenz die ‚Contessa‘ („Le Nozze di Figaro“).
Unter Roberto Abbado in St. Louis und unter Sir Christopher Hogwood in Turin singt sie Mozarts „Requiem“, in Gstaad unter Vladimir Ashkenazy und in Lausanne unter Christian Zacharias Beethoven IX., in Winterthur unter Douglas Boyd Mahler IV., an der Mailänder Scala unter Claudio Abbado Mahler II., mit der Basler Kammerorchester Brahms „Ein deutsches Requiem“, in München Bachs „Weihnachtsoratorium“.
Rachel Harnisch gab ihr Debüt als ‚Pamina‘ im Jahr 2000 in Bern unter Leitung von Miguel Gomez-Martinez und in Zürich mit Franz Welser-Möst. Am Grand Théâtre de Genève trat sie erstmals als ‚Micaela‘ („Carmen“) auf. 2001 sang sie ihre erste ‚Zerlina‘ („Don Giovanni“) unter Nikolaus Harnoncourt in Zürich, in Bern feierte sie grosse Erfolge in der Schweizer Erstaufführung „L’Amour de loin“ von Kaija Saariaho. Sie war als ‚Pamina‘ in Bern zu hören und 2002 in einer Neuproduktion der „Zauberflöte“ in Santiago de Chile.
2003 sang sie ‚Mélisande‘ („Pelléas und Mélisande“) in Bern, debütierte beim Maggio Musicale Fiorentino als ‚Marzellina‘ („Fidelio“), sang die ‚Xenia‘ („Boris Godunov“) in Genf und war wiederum in einer Neuproduktion der „Zauberflöte“ in Marseille zu hören. 2004 debütierte sie als ‚Fiordiligi‘ („Così fan tutte“) unter Leitung von Claudio Abbado in Ferrara, Modena und Reggio Emilia, sang die ‚Micaela‘ in Bern und Avenches, gab ihr Debüt in Paris an der Opéra-Bastille als ‚Pamina‘ in der Regie von Bob Wilson und unter der musikalischen Leitung von Jiri Kout. Ausserdem sang sie ihre erste ‚Sophie‘ („Der Rosenkavalier“) in Essen unter Leitung von Stefan Soltesz.
2005 stand im Zeichen von ‚Pamina‘: zwei Neuproduktionen „Die Zauberflöte“ - unter Claudio Abbado in Reggio Emilia, Ferrara und Baden-Baden im Frühjahr sowie unter Sir Neville Marriner in Athen im Dezember. 2006 sang sie mit grossem Erfolg ihre erste ‚Contessa‘ („Le Nozze di Figaro“) in Verona und Reggio Emilia sowie ihre erste ‚Konstanze‘ („Die Entführung aus dem Serail“) in Brüssel, in Madrid war sie unter Sir Colin Davis als ‚Pamina‘ zu hören. Im Dezember 2006 folgt eine weitere Neuproduktion „Die Zauberflöte“ in Turin - diesmal unter Fabio Biondi.
2007 begann mit ihrem Debüt an der Deutschen Oper Berlin als ‚Pamina‘, es folgte ihr Debüt beim Glyndebourne Festival als ‚Fordiligi‘ sowie ihr ausserordentlich erfolgreiches Debut an der Mailänder Scala als ‚Nermin‘ in der Uraufführung der Oper „Teneke“ von Fabio Vacchi unter Leitung von Roberto Abbado und ihr Haus-Debut an der Bayerischen Staatsoper München als ‚Pamina‘ („Die Zauberflöte“) unter Sir Ivor Bolton. 2008 standen ihr erster ‚Amor‘ („Orfeo ed Euridice“) unter Leopold Hager, ihrer erste ‚Servilia‘ („La Clemenza di Tito“) unter Roberto Abbado in Turin, ihr sehr erfolgreiches Partiedebüt als ‚Antonia‘ („Les Contes d’Hoffmann“) mit DVD-Aufnahme am Grand Théâtre de Genève sowie in Ferrara und Modena die ‚Marzelline‘ („Fidelio“) unter Claudio Abbado auf ihrem Programm. 2009 war sie als ‚Contessa‘ in Dresden unter Tomas Netopil und als ‚Pamina‘ in Düsseldorf zu hören. Als Konzertsängerin singt sie Luigi Nonos „Prometeo-Suite“, Tippetts „A child of our time“, Schumanns „Faust-Szenen“, Mendelssohns „Elias“ und „Ein Sommernachtstraum“, Debussys „Le Martyre de St. Sébastien“, Haydns „Schöpfung“ und „Caecilien-Messe, Mahlers 2. und 4. Symphonie, Pergolesis „Stabat Mater“, Haydns „Isola disabitata“, Mozarts „Requiem“ und c-moll-Messe, Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ und Poulencs „Gloria“ mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Philippe Herreweghe, Kent Nagano, Bruno Weill, Dimitri Kitajenko, Eliahu Inbal, Nikolaus Harnoncourt, Roberto Abbado, John Neschling, Armin Jordan, Christian Zacharias, Stefan Soltesz, Sir Christopher Hogwood, Michel Plasson, Muhai Tang, Jeffrey Tate und führenden europäischen Orchestern.
Mit Liederabenden war sie in Zürich, Genf, Bochum, Berlin, Bern, Florenz, Perugia, Rom und dem Luzerner Festival zu hören.
Rachel Harnisch hat die Mozart-Arien „Betracht dies Herz“ und „Laudate Dominum“ mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado für die Deutsche Grammophon auf CD eigenspielt. Eine Pergolesi-Aufnahme ebenfalls unter Abbado erscheint im Herbst 2009.
August 2010 12 Aug / Don 18:30 / Luzern >> more 15 Aug / Son 18:30 / Luzern >> more