Falk Struckmann zählt seit vielen Jahren zu einem der gefragtesten Sängern seines Fachs. In Heilbronn geboren, führte ihn sein Weg von Kiel über Basel schließlich an alle wichtigen Opernhäuser und Festivals der Welt.
1993 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen als Kurwenal in Heiner Müllers Inszenierung unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. In den folgenden Jahren war die Staatsoper Berlin, die seit 1992 unter Barenboims künstlerischer Leitung steht, das Zentrum seines Wirkens. Er sang dort die Neuproduktionen von Der Fliegender Holländer, Lohengrin, Meistersinger von Nürnberg, Ring des Nibelungen, Parsifal, Fidelio und Elektra. Außerdem war er in Salome und Wozzeck zu erleben.
Struckmann debütierte im Laufe der 90er Jahre an der Mailänder Scala (Siegfried unter Riccardo Muti), an der New Yorker Met (Wozzeck unter James Levine) und sang zahlreiche Premieren vor allem an der Wiener Staatsoper, darunter Der Fliegende Holländer, Lohengrin, Frau ohne Schatten und Otello. In den folgenden Jahren wurde er dort wiederholt eingeladen, unter Anderen zu Tristan und Isolde, Meistersinger von Nürnberg, Ring des Nibelungen, Parsifal, Fidelio, Wozzeck, Tosca, Carmen und Elektra.
Falk Struckmann wurde zum Kammersänger der Berliner und der Wiener Staatsoper ernannt. Nach seinem Debüt bei den Bayreuther Festspielen sang er dort im Ring unter James Levine und 2006 unter Christian Thielemann, sowie in Parsifal. Bei den Salzburger Festspielen war Struckmann sowohl in Tristan und Isolde als auch in Herzog Blaubarts Burg zu hören. Sein Covent Garden Debüt in London gab er mit Parsifal, an der Pariser Oper mit dem Fliegender Holländer und am Liceu in Barcelona sang er in Tristan und Isolde und den Ring unter der musikalischen Leitung von Bertrand de Billy.
In den letzten Jahren ist Falk Struckmann verstärkt an der Hamburgischen Staatsoper tätig, wo er bei der Gala zum Amtsantritt der Intendantin Simone Young Mathis der Maler sang. Später folgte dort erneut der Ring des Nibelungen. An der Staatsoper München sang er zuletzt in einer Neuproduktion von Palestrina (ebenfalls unter Simone Young), eine Rolle, die er kurz danach unter Kirill Petrenko in der Inszenierung von Harry Kupfer auch an der Oper Frankfurt intonierte. Falk Struckmann arbeitet mit nahezu allen bedeutenden Dirigenten und Regisseuren unserer Zeit, und ist ein gern gesehner Gast auf den bedeutenden Konzertpodien der Welt, zuletzt in der New Yorker Carnegie Hall mit Pierre Boulez.
Nahezu alle seine Rollen sind auf CD Gesamtaufnahmen und DVD erhältlich.
August 2010 12 Aug / Don 18:30 / Luzern >> more 15 Aug / Son 18:30 / Luzern >> more