Die Karriere des amerikanischen Baritons Thomas Hampson ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Als einer der bedeutendsten und gefragtesten Opern?, Konzert- und Liedsänger der Gegenwart ist er weltweit auf den wichtigsten Opern- und Konzertbühnen aufgetreten und hat mit den angesehensten Sängern, Pianisten, Dirigenten und Orchestern unserer Zeit gearbeitet. Knapp 200 Aufnahmen spiegeln nicht nur seine außergewöhnliche stilistische Spannweite wider, sondern erhielten ebenso renommierte Preise wie den Grammy, den Grand Prix du Disque, den Gramophone Award, den Edison Prize und den Echo Klassik. Große Anerkennung genießt der Ausnahmekünstler für seine sorgfältig erforschten und außergewöhnlich zusammengestellten Programme, sowie für seine aktive Lehrtätigkeit und die Erkundung des schier unendlichen Liedrepertoires. Thomas Hampson gehört zu den wichtigsten Interpreten des deutschen romantischen Liedes, insbesondere der Werke von Schumann, Mahler und Wolf, und des amerikanischen Liedes, dessen Botschafter für grenzüberschreitenden und interkulturellen Dialog er mit seinem Projekt „Song of America“ und der im Jahr 2003 gegründeten Hampson Foundation ist.
Ein Großteil von Thomas Hampsons Aktivitäten der Saison 2009/10 war anlässlich des 250. Jahrestages des ersten amerikanischen Kunstliedes dem »Song of America« - Projekt gewidmet. In Zusammenarbeit mit der Library of Congress gab Thomas Hampson Recitals und Meisterkurse, nahm an zahlreichen Bildungsveranstaltungen, Ausstellungen und Rundfunksendungen in den USA teil und trug zur Erstellung der interaktiven Recherche?Website www.songofamerica.net bei. Schließlich veröffentlichte er sein neues Album »Wondrous Free – Song of America II« bei seinem eigenen Label Thomas Hampson Media.
In dieser Saison wurde Thomas Hampson der erste »Artist in Residence« beim New York Philharmonic Orchestra und konzertierte in den USA sowie auf einer Europa-Tournee unter dem Chefdirigenten, Alan Gilbert. Weitere Engagements beinhalteten Auftritte in Mendelssohns Elias unter Kurt Masur in Leipzig, Verdis Ernani und Tschaikowskys Eugen Onegin am Opernhaus Zürich, La Traviata an der Metropolitan Opera sowie Solo-Recitals in den USA und in vielen europäischen Hauptstädten. Ende Juni wird er zu Ehren Ioan Holenders an einer Gala und einer Sondervorstellung von Parsifal an der Wiener Staatsoper teilnehmen.
Die Saison 2010/11 von Thomas Hampson wird besonders den beiden Jubiläen Gustav Mahlers, seinem 150. Geburtstag sowie seinem 100. Todestag, gewidmet sein. Als einer der führenden Mahler-Interpreten wird er die Liederzyklen des Komponisten in vielen Musikzentren mit Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra, den Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem NDR-Sinfonieorchester, dem Gustav Mahler Jugendorchester und der Tschechischen Philharmonie Prag unter Dirigenten wie Alan Gilbert, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Philippe Jordan, Manfred Honeck und Antonio Pappano zu Gehör bringen. Darüber hinaus gestaltet er zahlreiche Recitals mit Wolfram Rieger und Craig Rutenberg. Weitere Höhepunkte der Saison werden das international übertragene Konzert am Geburtsort Mahlers in Kalište (Tschechische Republik) am 7. Juli 2010, dem 150. Geburtstag des Komponisten, sowie das Recital in dessen Geburtshaus am selben Nachmittag sein, das live über das Internet übertragen wird. Darüber hinaus wird Thomas Hampson in Verdis Opern „Macbeth“, in einer neuen Produktion an der Lyric Opera of Chicago (Renato Palumbo), sowie in "I Masnadieri" (Ádám Fischer) und "Parsifal" (Daniele Gatti) am Opernhaus Zürich auftreten. Hervorzuheben sind in dieser Saison auch die Übernahme der künstlerischen Leitung einer neu geschaffenen Liedakademie des Heidelberger Frühlings und die Konzerte mit Renée Fleming und den Berliner Philharmonikern unter Christian Thielemann. (Alle Termine finden Sie unter www.thomashampson.com).
Der in Spokane, Washington, aufgewachsene Thomas Hampson ist Distinguished Visiting Artist van der Manhattan School of Music, Träger eines Ehrendoktortitels des Whitworth College, Washington, des San Francisco Conservatory sowie der Manhattan School of Music und Ehrenmitglied der Londoner Royal Academy of Music. Er trägt den Titel »Kammersänger« der Wiener Staatsoper und »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« der Republik Frankreich. 2004 wurde ihm das österreichische Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft verliehen, 2005 erhielt er den Edison Life Achievement Award. Seit 2008 ist Thomas Hampson »Special Advisor to the Study and Performance of Music in America« der Library of Congress, 2009 wurde ihm der Distinguished Artistic Leadership Award des Atlantic Council verliehen und 2010 wird er in die American Society of Arts and Sciences aufgenommen.