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Konzert   Oper   
Photos: Deniz Saylan
22 April 2010 / 12:21 

By: Stefan Faludi, Cello



Per aspera ad astra, endlich Frühling in Ferrara

Für Rachmaninow war eine dreijährige Schaffenskrise überwunden, als er sich an die Komposition des zweiten Klavierkonzerts machte. Zuvor hatte er sich bei einem Hypnosearzt gegen eine schwere Depression behandeln lassen, die ihn nach dem Misserfolg seiner ersten Sinfonie heimgesucht hatte.

In mancher Hinsicht war das Klavierkonzert für uns ein würdiger Frühlingsanfang nach fast einem halben Jahr im Winter-Dämmerzustand. Schwelgerisch und mit ungeheurer Verve stürzten wir uns daher in die üppigen Kantilenen, und vor allem der strahlende C – Dur-Schluss fegte die letzten Frühlingszweifler einfach weg.

Vor ein paar Wochen stapften wir in Ferrara noch im Schneematsch, nun konnte man durchatmen, auf der Mauer laufen oder einfach nur auf der Terrasse in der Sonne sitzen. Es passte alles perfekt zusammen: „Rach2“, wie das Konzert auch liebevoll genannt wird, die ironisch  witzige, dämonisch spöttelnde und teils unheimlich gesangliche Paganini-Rhapsodie und die Sinfonie- Persiflage Beethovens bereiteten unter Abbado ein Gefühl, wieder einmal zu fliegen (ein Gefühl, mit dem dieser schon zu Gründungszeiten des Orchesters versuchte, die Konzerterlebnisse mit uns in Worte zu fassen).

Beim Erscheinen der  CD-Aufnahme der beiden Rachmaninow-Werke werden wir diese tolle Woche noch einmal als zweiten Frühling revuepassieren lassen können…

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