Der italienische Dirigent Fabio Luisi ist sowohl als Opern- und Konzertdirigent auf allen großen Bühnen der Welt gefragt und gilt als herausragender Interpret der italienischen Oper und des spätromantischen Repertoires, vor allem der Kompositionen von Gustav Mahler, Anton Bruckner und Richard Strauss. Fabio Luisi ist Chefdirigent der Wiener Symphoniker seit 2005, als solcher ist er Nachfolger von Dirigenten wie u.a. Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, Carlo Maria Giulini und Georges Pretre.
Die Arbeit mit den Wiener Symphonikern steht im Zeichen des großen romantischen Orchesterrepertoires: Neben verschiedenen Tourneen durch Österreich, die Schweiz und Japan dirigiert Fabio Luisi im Festwochen-Programm des Wiener Musikvereins im Juni 2010 das Requiem von Giuseppe Verdi. Unter dem Titel „Das stille Konzert“ startet der Dirigent mit der 9. Sinfonie von Anton Bruckner eine neue Symphoniker-Reihe im Wiener Musikverein.
Gastdirigate führen den Künstler in der Saison 2009/10 an die Pulte des Boston Symphony Orchestra, an die Metropolitan Opera New York mit Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und Strauss’ „Elektra“ und zu den Münchner Opernfestspielen 2010, wo er Puccinis „Tosca“ dirigieren wird.
Fabio Luisis umfangreiche Diskographie spiegelt ebenfalls seine intensive Auseinandersetzung mit den Werken der italienischen Oper und des spätromantischen Repertoires wider. Im Januar 2004 erschien Mahlers Symphonie Nr. 6 mit dem MDR Sinfonieorchester erstmalig im Rahmen der neuen MDR Edition bei dem Label querstand. Es folgten Mahlers Symphonien Nr. 2, 4 und 5 sowie die vier Sinfonien und weitere Werke des österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Für Sony Classical hat er gemeinsam mit der Staatskapelle Dresden die wichtigsten symphonischen Werke von Richard Strauss, wie u. a. Ein Heldenleben, Eine Alpensinfonie und Aus Italien eingespielt. Fabio Luisis im Frühjahr 2008 entstandene Live-Interpretation der 9. Sinfonie von Anton Bruckner (Sony Music) mit der Staatskapelle Dresden wurde mit dem ECHO Klassik 2009 in der Sparte „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet und seine Anfang 2009 bei Deutsche Grammophon erschienene CD mit Bellinis „I Capuleti e I Montecchi“ mit den Wiener Symphonikern, Anna Netrebko und Elina Garanca, feiert ebenfalls große Erfolge.
Er ist ständiger Gast vieler symphonischen Orchester, darunter Münchner Philharmoniker, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Concertgebouw Orkest Amsterdam, Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia in Rom, Orchestre de Paris, Chicago Symphony, San Francisco Symphony, NHK Symphony (Tokyo) u.v.a.m.
Luisi wurde 1959 in Genua geboren, begann mit vier Jahren das Klavierspiel und absolvierte seine Klavierdiplomprüfung wenige Wochen nach seinem Abitur. Er studierte unter anderem bei Aldo Ciccolini in Paris weiter Klavier und absolvierte danach ein Dirigierstudium bei Milan Horvat in Graz. Sein erstes Festengagement führte ihn ans Grazer Opernhaus. Ab 1989 debütierte er in rascher Folge an den Staatsopern in Berlin, München und Wien. Diesen Häusern ist er seither als Dirigent eng verbunden. Auch seine Anfänge im symphonischen Bereich liegen in Graz, wo unter seiner Leitung 1990 das Grazer Symphonische Orchester neu gegründet wurde. Von 1995-2000 war er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Tonkünstlerorchesters Niederösterreich, 1997-2002 des Orchestre de la Suisse Romande in Genf, 1996-2007 des Rundfunkorchesters in Leipzig (MDR Sinfonieorchester), von 2007 bis 2010 war er GMD der Sächsischen Staatsoper und Chefdirigent der Staatskapelle in Dresden. Mit dem Beginn der 2010-2011 Spielzeit, wird er das Amt vom Ersten Gastdirigent der Metropolitan Opera übernehmen.
Ab Sommer 2010 wird er Musikdirektor und künstlerischer Leiter des Pacific Music Festival in Sapporo (Japan).
Er ist gern gesehener Gast an den besten Opernhäusern der Welt – so etwa an der Opèra Bastille (Paris), Maggio Musicale (Florenz), Metropolitan Opera (New York), Lyric Opera (Chicago), San Francisco Opera. 2002 debütierte er bei den Salzburger Festspielen mit der Oper „Die Liebe der Danae“ von Richard Strauss. Bereits ein Jahr später dirigierte er dort die konzertante Aufführung einer weiteren Strauss-Oper „Die Ägyptische Helena“, die er 2007 erneut in einer erfolgreichen Neuproduktion an der Metropolitan Opera New York herausgebracht hat.
Fabio Luisi ist Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst und wurde 2006 mit dem Orden «Cavaliere Ufficiale» der italienischen Republik ausgezeichnet.
Ab der Saison 2012/2013 wird Fabio Luisi neuer Generalmusikdirektor am Opernhaus Zürich.
November 2010 01 Nov / Mon 20:30 / Ferrara >> more 02 Nov / Die 19:30 / Madrid >> more 03 Nov / Mit 20:00 / Murcia >> more